Bei unserer Challenge drehte sich alles um die Frage: Wie viel Energie steckt eigentlich in unserem digitalen Alltag? Im Mittelpunkt stand ein umgebautes Fahrrad mit einem Converter, über den während des Tretens ein Gerät per USB geladen werden konnte. Die Jugendlichen waren eingeladen zu schätzen, wie lange sie wohl in die Pedale treten müssten, um beispielsweise 1 % Smartphone-Akku zu laden oder 15 Minuten lang ein Video zu schauen. Die Antworten gingen weit auseinander – und sorgten schon zu Beginn für einige überraschte Gesichter.
Anschließend wurde gemeinsam sichtbar gemacht, was beim Scrollen durch TikTok, Instagram und Co. im Hintergrund passiert. Mithilfe von Karten sortierten die Jugendlichen die verschiedenen Stationen, die Daten auf ihrem Weg durchlaufen – vom eigenen Smartphone über Netzwerke und Server bis hin zu Rechenzentren. Dabei wurde deutlich, an wie vielen Stellen Strom verbraucht wird und wie viele „versteckte Stromfresser“ hinter scheinbar alltäglichen Klicks stecken. Besonders beim Thema Internetnutzung und KI wurde vielen erst bewusst, wie energieintensiv digitale Angebote tatsächlich sein können.
Gemeinsam sammelten die Jugendlichen anschließend Ideen und Tipps, wie sie ihre Smartphones energiesparender einstellen und ihr eigenes Nutzungsverhalten bewusster gestalten können. Kleine Veränderungen im Alltag wurden dabei als konkrete Handlungsmöglichkeiten entdeckt.
Die Erkenntnisse aus der Aktion waren deutlich: Viele Teilnehmende waren überrascht, wie hoch der Stromverbrauch von KI-Anfragen und dem Streamen von Videos ist. Vor allem die unsichtbaren Prozesse im Hintergrund – etwa Tracking oder Webanalysen – sorgten für großes Erstaunen.
Zum Abschluss entstand ein Lernvideo, in dem die Jugendlichen ihre wichtigsten Erkenntnisse selbst zusammenfassten und anderen Jugendlichen erklärten. Durch dieses Weitergeben des Gelernten wurde das Thema noch einmal vertieft und sorgte für einen besonders nachhaltigen Lerneffekt.
Auch das Feedback der Teilnehmenden zeigte, wie eindrücklich die Aktion erlebt wurde:
„Durch das Fahrradfahren habe ich viel besser verstanden, wie viel Strom das eigentlich ist.“
„Ich war überrascht, wie viel Strom so ein Video zieht.“
„Krass, wie viel Strom die Serverzentren brauchen.“
Alles in allem hatten wir einen sehr interessanten Tag an dem wir lernen durften, wie viel Energie für den heutigen Alltag aufgebracht wird und wie man es durch kleine Veränderungen und bewussteren Umgang einsparen kann und damit die Welt ein Stück weit nachhaltiger gestalten kann.